Ich war Teil des Vorstands im Wohnprojekt Wördern – einer ökosozialen Siedlung mit einer klaren Vision: ökologisch bauen, leistbaren Wohnraum schaffen und Nachbarschaft leben. Und neben all dem ging es auch um große Verhandlungen in Millonenhöhe – mit Investor:innen und Baufirmen.

Mein Schlüssel dabei war: Connect before you negotiate.
Erst später habe ich erkannt, dass das sehr nahe an der sogenannten Harvard-Methode ist – entwickelt von Roger Fisher und William Ury an der Harvard Law School. Sie beschreibt eine Form der Verhandlung, die nicht auf Druck oder Gewinner-Verlierer-Logik basiert, sondern auf Zusammenarbeit und Klarheit.
Im Kern geht es um vier Prinzipien:
- Menschen und Probleme trennen
In Verbindung bleiben – und gleichzeitig die Sache klar ansprechen. - Interessen statt Positionen
Nicht nur hören, was jemand fordert, sondern verstehen, warum. - Gemeinsam Optionen entwickeln
Weg vom Gegeneinander – hin zu kreativen Lösungen. - Objektive Kriterien nutzen
Entscheidungen an fairen, nachvollziehbaren Maßstäben orientieren.
Ich habe erlebt, dass genau diese Haltung möglich macht, was oft unmöglich scheint: Vertrauen aufbauen, tragfähige Lösungen finden – und auch in großen Projekten menschlich bleiben. Heute lebe ich in dem Wohnprojekt, unsere Vision haben wir in Zusammenarbeit mit den Baufirmen und den privaten Anleger:innen umsetzen können.
Verhandlung und damit Erfolg beginnt nicht am Tisch – sondern im Kontakt.